3 EBENEN

Burnout ist wie ein Chamäleon. Es gibt eine fast unüberschaubare Vielzahl von Symptomen, hier finden Sie nur eine Auswahl, die Ihnen auf keinen Fall die korrekte Diagnose durch einen Arzt Ihres Vertrauens erspart:

Körper

„Bandscheibenvorfall“
Verdauungsstörungen (sowohl Durchfall wie Verstopfung)
Enge in der Brust
Herzrasen
Kopfschmerzen
Müdigkeit
Muskelschmerzen
Rückenschmerzen
Schlafstörungen jeder Art
Schulter-Arm-Syndrom
Schwindel
Tinnitus (Ohrgeräusche)
Übelkeit
Vermehrte Banalinfektionen (Erkältungen)
Verminderung der sexuellen Lust
Zähneknirschen

Gefühle

Zunächst: Gefühl der Unentbehrlichkeit, Gefühl, zu wenig Zeit zu haben, Stimmungsschwankungen, vermindertes Selbstwertgefühl, Gereiztheit, Misstrauen, Ungeduld, Unzufriedenheit

Dann: Abstumpfen, Arbeitsunlust, Bitterkeit, Erschöpfung, Gefühl, ausgebeutet zu werden, beginnende innere Leere, Überforderungsgefühle, Verlust des Idealismus. Später: Angst, depressive Episoden, Schuld- und Versagensgefühle

Zum Schluß: Einsamkeit, existentielle Verzweiflung, Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Leeregefühl dominiert das Leben, Verflachung der eigenen Emotionen

Verhalten

Zunächst: Überaktiv: Annahme von neuen Tätigkeiten, Arbeit mit nach Hause nehmen, Mehrarbeit

Dann: Abbau der Leistungsfähigkeit, Distanz zu und Meidung von anderen, Krankwerden, Partnerschaftsprobleme, Schuldzuweisungen. Später: Dienst nach Vorschrift (das geht bei Selbstständigen auch im eigenen Unternehmen), fehlende Ziele, Abnahme der Flexibilität, Konzentrationsschwäche, Widerstand vor Veränderungen (besser es bleibt so als es wird noch schlechter), Schwarzweißdenken

Zum Schluß: Allgemeines Desinteresse, Aufgabe von Hobbys, Sucht, starres Denken, Suizidgedanken oder –vorbereitungen. Als Hoffnungsschimmer am Horizont: Sich selbst als Beschäftigungsthema entdecken