3 MERKMALE

Drei wichtige Merkmale führen zur Diagnose Burnout:

1. Emotionale Erschöpfung

Sie ist das Kern- oder Leitsymptom für Burnout. Wenn Ihnen Aussagen und Gefühle wie

„Ich habe keine Kraft mehr“
„Eigentlich kann ich nicht mehr“
„Ich fühle mich leer“
„Was tue ich hier eigentlich?“
„Ich brauche dringend Urlaub“

nicht fremd sind, besteht der Verdacht auf emotionale Erschöpfung.

Zusammen mit Unzufriedenheit (mit dem Beruf, der privaten Situation, den Verhältnissen, mit was auch immer) bildet sie einen Nährboden für Burnout.

2. Depersonalisation

Sie bedeutet ein reduziertes Engagement für Patienten und für andere allgemein (Mitarbeiter, Partner, Freunde, Verwandte). Depersonalisation äußert sich oft durch eine wenig gefühlvolle, gleichgültige, zynische oder sarkastische Einstellung. Typische Symptome sind:

Negative Einstellung gegenüber Kollegen
Negative Gefühle gegenüber Mitarbeitern, der Klientel und Freunden
Gesellschaftlicher Rückzug wie Vermeidung von Kontakten
Versuch, perfekt zu sein


3. Abnehmende Leistungsfähigkeit

Dieses ist das schwächste der drei Hauptkriterien, denn in der Anfangsphase von Burnout sind die Betroffenen hyperaktiv! Durch den (nicht immer klaren) Einsatz von Willen können sie in der Lage sein, sich im berühmt-berüchtigten Hamsterrad aufs heftigste zu drehen. Daneben vermindert sich die Leistungsfähigkeit anfangs fast unmerklich. Wenn Burnout zur bewussten Abnahme der Leistungen führt, ist es in der Regel leider schon weiter fortgeschritten.